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Unterm Lyrikmond

Gedichte lesen und hören, schreiben und interpretieren

Gedichte zum Nachdenken 2

Dichter standen mal im Ruf, recht weise zu sein. Die Gedichte dieser Seite, die oft 150 Jahre und mehr auf dem Buckel haben, zeigen, dass da durchaus was dran sein kann, weil sie trotz der zeitlichen Ferne immer noch Stoff zum Nachdenken bieten.

 
 

Ein Gedicht übers Sehen

Was sehen wir? Das ist offensichtlich, also nicht des Nachdenkens wert und schon gar kein Gedicht, oder?

Rittershaus: Das Auge

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Noch mehr Nachdenken über das Sehen

Psychologisch weiter gedacht ist Fontanes nachdenkliches Gedicht darüber, wie wir die Welt sehen.

Fontane: Lass ab von diesem Zweifeln ...

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Selbst nachdenken

Gottfried August Bürger plädiert dafür, sich selbst als Maßstab zu nehmen, was natürlich nicht ungefährlich ist. Wo da die goldene Mitte zu erreichen wäre, darüber lässt sich sicher nachdenken.

Bürger: Was frag ich wohl ohn’ Unterlass ...

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Der Mensch als Kind

Spitzweg ist mehr als Maler bekannt, aber hier trifft er den Nerv der Menschheit in einem sehr einfachen Gedicht.

Spitzweg: Wir bleiben alle Kinder

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Wenn die Erde singen könnte

Ein kleiner Perspektivwechsel rückt die Frage, was uns hier gehört, ins rechte Licht. Die Erde singt Auskunft:

Ralph Waldo Emerson · 1803-1882

Das Lied der Erde

„Mein und dein;
Mein, nicht dein,
Die Erde besteht;
Die Sterne bleiben –
Scheinen hinunter aufs alte Meer;
Alt sind die Ufer;
Doch wo sind die alten Menschen?
Ich, die ich viel gesehen,
solche sah ich nie.

Des Anwalts Papier
Sicherte sie ab,
Fortlaufend,
Sie und ihre Erben,
die zweifellos
folgen sollten,
für alle Zeit.

Hier ist das Land,
Zottelig mit Wald,
Mit seinem alten Tal,
Hügel und Flut.
Doch die Erben? –
Flohen wie der Fluten Schaum.
Der Anwalt und die Gesetze,
Und das Königreich,
Sauber hinweggefegt.

Sie nannten mich ihr eigen,
Die mich so beherrschten;
Noch ein jeder
wollte bleiben, und ist fort,
Wie kann ich ihr eigen sein,
Wenn sie mich nicht halten können,
doch ich halte sie?“

Übertragen aus dem Englischen von Hans-Peter Kraus

Urheberrechtshinweis

 
 

Was ist wichtig?

Hier bringt ein alter Spruch den Dichter zum Nachdenken, woraus er ein Gedicht – was auch sonst? – zum Nachdenken macht.

Stadler: Der Spruch

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Kommentar:
Der erwähnte Spruch lautet:
Mensch werde wesentlich: Denn wann die Welt vergeht,
So fällt der Zufall weg, das Wesen, das besteht.

(Angelus Silesius)

 
 

Nachdenken über das Christentum

Das folgende Gedicht im 19. Jahrhundert zu veröffentlichen, dazu gehörte sicher etwas Mut. Doch ist es auch eine Überlegung wert, ob eine Hinrichtung das Bild ist, das die Essenz der christlichen Religion am besten wiedergibt.

Storm: Crucifixus

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Nachdenken am Bau

Ernst Toller war „im Bau“, als er über den Unterschied zwischen Kirchen- und Nestbau nachdachte und ein erbauliches Gedicht darüber schrieb.

Toller: Baumeister gotischer Kathedrale ...

Dieses Gedicht im TextformatGedicht in Anthologie

Ernst Tollers Schwalbenbuch im Lyrik-Lädchen.

Kommentar:
Dieses Gedicht stammt aus Ernst Tollers Schwalbenbuch, ein Gedichtzyklus über eine wahre Geschichte während seiner Festungshaft.

 
 

Arm und reich im Gedicht

Wieder eins dieser Gedichte, bei denen man ins Grübeln kommt, wieso es immer noch wie die Faust aufs Auge passt. Haben wir denn gar keine Fortschritte gemacht?

Heine: Weltlauf

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Heinrich Heine im Lyrik-Lädchen.