Verwandte Themen: Gedichte von Liebe und Tod 2 · Gedichte über den Tod 2 · Gedichte über Todessehnsucht 1

Unterm Lyrikmond

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Gedichte über Todessehnsucht 2

Todessehnsucht als Thema kannten auch die die Dichter vergangener Jahrhunderte, aber eben nur als Thema. So traurig und sehnsüchtig ein Gedicht auch erscheinen mag, bei jedem der hier vorgestellten Dichter folgten noch viele mehr. Es geht in diesen Gedichten über Todessehnsucht also mehr darum, sich mit einer bestimmten Stimmung poetische auseinander zu setzen als tatsächlich lebensmüde zu sein.

 
 

Gedicht eines Lebensmüden

In aller Kürze fasst Hölderlin ein Leben zusammen und kommt zu einer traurigen Schlussfolgerung.

Hölderlin: Das Angenehme dieser Welt ...

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Der lange Schlaf

Nachdem das Leben ausgekostet wurde mit allen Hochs und Tiefs, sehnt sich das lyrische Ich in diesem Gedicht nach dem langen Schlaf, auch Tod genannt.

Halm: Müdigkeit

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Frühlingstod

Wenn einen auch der Frühling nicht mehr locken kann, dann ist es wohl Zeit zum Schlafengehen.

Hertz: Unter blühenden Bäumen ...

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Ein Gedicht über Todessehnsucht von Schiller

Schiller greift auf griechische Vorbilder bei seiner Phantasie zum Jenseits zurück, ohne jedoch Namen zu nennen.

Schiller: Sehnsucht

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Warten auf den Tod

Aus dem Leben gegriffen sind die Beschreibungen des Tiefpunkts bei Bierbaums Gedicht, der zeigt, dass eine Tür nicht nur Zugang bietet, sondern auch ein Mittel zur Abschottung sein kann.

Bierbaum: Müde

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Ein Gedicht über Todessehnsucht von Matthias Claudius

Bei Matthias Claudius hat Todessehnsucht immer etwas mit dem christlichen Glauben zu tun, mit der Sehnsucht nach dem Paradies.

Claudius: Die Sternseherin Lise

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Sehnsucht nach der Nacht

Wie es so geht, beginnt es ganz harmlos – mit Fliegen. Dann kommen die kreisenden Gedanken und am Schluss ein Wunsch.

Aleksej Apuchtin · 1840-1893

Fliegen

Fliegen, wie schwarze Gedanken, geben am Tag niemals Ruh:
Schwirren, sirren und wirbeln um meinem Kopf immerzu.
Scheuch’ ich ein Biest von der Wange, fliegt eins ins Auge mir,
Überall diese Biester, ich verzweifle schier!
Aus der Hand fällt das Buch, der Plausch keine Freude macht …
Wenn es nur Abend schon wäre, käme schneller die Nacht!

Schwarze Gedanken, wie Fliegen, geben des Nachts niemals Ruh:
Schwirren, irren und wirbeln in meinem Kopf immerzu!
Scheuch’ ich fort den einen, ans Herz greift der andere mir –
All die Träume verwirren, das Leben wirkt sinnlos schier!
Gern vergäß’ ich die Liebe, was sie nur stärker macht,
Wenn nur schneller käme, schneller die ewige Nacht!

Aus dem Russischen übertragen von Hans-Peter Kraus

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Falls Sie nicht nur aus literarischem Interesse diese Seite aufgesucht haben, finden Sie hier eine Liste mit bundesweiten Beratungsangeboten bei Krisen. Zu reden, wird oft leichtfertig empfohlen, aber es wird auch ziemlich unterschätzt;-)