Verwandte Themen: November-Gedichte · Herbstgedichte · Mond-Gedichte

Unterm Lyrikmond

Gedichte lesen und hören, schreiben und interpretieren

Oktober-Gedichte

Die dichterischen Reaktionen auf den Oktober sind sehr verschieden. Der eine findet nur Gutes, der andere nur Schlechtes in diesem Herbstmonat. Eine Sonderrolle in den Oktober-Gedichten spielt der letzte Oktober, der das in Deutschland immer populärer werdende Halloween einläutet. Auch dies wurde bei der Auswahl der Oktober-Gedichte gebührend gewürdigt.

 
 

Oktobernächte sind lang

Eine der unangenehmen Begleiterscheinungen des Oktobers ist, dass die Tage kürzer werden. Wie dieses Gedicht zeigt, ist eine der angenehmen Begleiterscheinungen des Oktobers, dass die Nächte länger werden.

Dauthendey: Oktober

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Oktoberwind

Herbstlicher Wind, schwache Sonne, lauernder Winter, kein Wunder, dass dieses Oktobergedicht sich selbst beklagen muss.

Schaukal: Herbst

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Richard von Schaukal im Lyrik-Lädchen.

 
 

Oktober kurzgeverst

In kaum noch zu unterbietender Kürze wird in diesem Oktober-Gedicht ein Sturm skizziert. Die Kürze der Verse passt jedoch ausgezeichnet zum Gedicht-Thema der Vergänglichkeit.

Morgenstern: Oktobersturm

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Oktober am Rande

Nur am Rande geht es in diesem Gedicht um den Oktober. Obwohl es interessant ist, das ausgerechnet dieser Monat in Verbindung mit einer Reise jenseits der Welt gebracht wird. Wer meint, dass dies nur dem Reim auf Zinnober geschuldet ist, unterschätzt Klabund gewaltig.

Klabund: Lied im Herbst

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Schwerer Oktober

Liest man dieses Gedicht, muss man sich fragen, wie weit der Dichter den Leser noch herunterziehen will und dann kommt plötzlich der Schluss.

Löns: Oktober

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Halloween-Gedicht

Wer auf eine Halloween-Party geht, der darf Gespenster nicht fürchten. Das wusste schon Gottfried Keller und hat dazu ein passendes Gedicht geschrieben.

Keller: Ich fürcht’ nit Gespenster ...

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Gottfried Keller im Lyrik-Lädchen.

 
 

Gedicht über Gespenster

Vor Gespenstern muss man sich nicht fürchten, vor allem wenn sie Thorben heißen. Es sei denn, sie sind gut in der Schule:

Jana E. Hentzschel · geb. 1973

Die Geisterschule

Mit Angst vor allem und vor jedem
kann ein Gespenst nur sehr schwer leben;
drum wär’ der Geist mit Namen Thorben
am liebsten hier und heut’ gestorben.

Statt andre kräftig zu erschrecken,
zu überraschen und zu necken,
ist er es, der erschrickt und zittert,
sobald er ein Geräusch nur wittert.

So muss – trotz großem Unbehagen –
er diesen einen Schritt nun wagen:
Er reist zur Schule, wo ein Meister
sich kümmert um labile Geister.

Mit dreiundzwanzig Gleichgesinnten
lernt Thorben, sich zu überwinden,
die Scheu und Panik zu besiegen,
durch Schlüssellöcher heil zu fliegen.

Er lernt, die Stimme zu trainieren,
die Atmung klug zu variieren;
so kann er Töne von sich geben,
die gruseln jedes Seelenleben.

Beendet sind nun zwei Semester.
Er schwebt nach Haus’ als Jahresbester
und freut sich auf den Schreck der Leute,
die er im letzten Jahr noch scheute ...

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Kommentar:
Mehr Gedichte von Jana E. Hentzschel auf www.janahentzschel.de.

 
 

Die Liebe am letzten Oktober

So wie die Oktober-Gedichte begannen, so enden sie auch: In den Fängen der Liebe.

Hans Retep · geb. 1956

Die Halloween-Liebesfalle

Du bist die schauerlichste Falle,
seit Venusfliegen man entdeckte.
Ich hab zum Glück sie nicht mehr alle,
da ist kein Ort, wo lieber ich verreckte.

Urheberrechtshinweis

Hinweis: Zum Oktober passend sind auch Gedichte zum Herbst.