Unterm Lyrikmond

Gedichte lesen und hören, schreiben und interpretieren

Gedichtinterpretationen

 

10 Tipps für bessere Gedichtinterpretationen: Eine Tippsammlung mit dem Schwerpunkt auf der formalen Analyse sowohl bei gereimten als auch bei freiversigen Gedichten.

Abendlied - Matthias Claudius
Eins der bekanntesten Gedichte deutscher Sprache entpuppt sich in der Interpretation als verkappte Predigt.

Abseits - Theodor Storm
Ist dieses Gedicht wirklich nur glatt und gefällig? Die Interpretation zeigt: Nein, die Idylle ist nicht nur idyllisch.

An – als ihm die – starb - Matthias Claudius
Dieses für Claudius untypische Gedicht hat eine interessante Hintergrundgeschichte. Als Trauergedicht zeigt es das Weltbild des Dichters.

Aufbruch der Jugend - Ernst Wilhelm Lotz
Eine revolutionäre Aufbruchstimmung will dieses Gedicht aus dem Expressionismus vermitteln. In der Interpretation zeigt sich, dass die Revolution nicht so gut herüberkommt, wie es auf den ersten Blick scheint.

Ballade des äußeren Lebens - Hugo von Hofmannsthal
Die Ballade ist zwar keine Ballade, schlägt aber eine Brücke zum Barock und sogar zu einer alten chinesischen Weisheitslehre.

Der Gott der Stadt - Georg Heym
Durch den Rückgriff auf antike Götter wird ein aktuelles Bild der Großstadt im Gedicht gezeichnet. Die Interpretation zeichnet dies nach.

Der gute Kamerad - Ludwig Uhland
Dieses berühmt-berüchtigte Gedicht bzw. Lied entpuppt sich bei der Interpretation als alles Andere als ein Heldenepos.

Der Panther - Rainer Maria Rilke
Einige Interpretationshinweise und etwas Hintergrund zu Rilkes Panther plus Links zu Interpretationen im Netz.

Die Beiden - Hugo von Hofmannsthal
Ein oberflächlich betrachtet harmloses Gedicht über einen etwas komischen Zwischenfall entpuppt sich als ein Text, der eine tiefergehende zwischenmenschliche Frage stellt.

Er ist’s - Eduard Mörike
Schwerpunkt dieser Interpretation ist die Bauweise des Gedichtes, die sich an den Inhalt perfekt anschmiegt.

Es ist alles eitel - Andreas Gryphius
Einen Warnruf in Sonettform hat Gryphius mit den typischen Ingredienzen des Barock verfasst.

Form ist Wollust - Ernst Stadler
Dieses Gedicht wird oft als Absage an die Form verstanden. Dabei wahrt es selbst die Form. Wie ist das zu erklären?

Frühlingsfahrt (Die zwei Gesellen) - Joseph von Eichendorff
Eine Interpretation zu einem Gedicht, das ich nicht verstehe. Meine Schlussfolgerungen sind ganz andere als die von anderen Interpreten. Also ist eigenständiges Denken beim Lesen gefragt.

Frühlingsglaube - Ludwig Uhland
Ein inhaltlich einfach zu erfassendes Gedicht, das mich jedoch aufgrund seiner Bauart an ein Stück klassischer Musik erinnert.

Hälfte des Lebens - Friedrich Hölderlin
Nur die Hälfte des Gedichts versteht man, wenn einem das Symbol der Schwäne nicht klar ist. Aber selbst ohne symbolhafte Deutung ist es ein Gedicht, das den Leser anspricht.

Heimatlose - Joachim Ringelnatz
Bei oberflächlicher Betrachtung ist dies nur ein komisches Gedicht. Doch die wahre Intention des literarischen Aquaristen Ringelnatz enthüllt eine tief schürfende Interpretation.

Herbstbild - Friedrich Hebbel
Wenn man die Perspektive der Natur einnimmt, entpuppen sich Hebbels Verse als ein Herbstgedicht der Hoffnung.

Herbsttag - Rainer Maria Rilke
Als Zwiegespräch mit dem Herrn interpretiere ich dieses Rilke-Gedicht zum Herbstanfang.

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten ... - Heinrich Heine
Wiedermal ein berühmtes Gedicht, das nicht unbedingt den Inhalt bzw. den Sinn hat, an den sich viele meinen erinnern zu können.

Lass die heilgen Parabolen ... - Heinrich Heine
Heine als Hiob, könnte man bei diesem Gedicht sagen, bei dem sich der Dichter mit dem Schlechten in der Welt herum quält.

Lethe - Conrad Ferdinand Meyer
Worum es in diesem Gedicht geht, verrät dem Mythologiekundigen der Titel. Wem es der Titel nicht verrät, dem hilft die Interpretation weiter.

Meeresstrand - Theodor Storm
Ein Abend am Meer ist mehr als ein Abend am Meer, so könnte man dieses Gedicht zusammenfassen.

Menschliches Elende - Andreas Gryphius
Wieder mal eine barocke Klage über die Vergeblich- und Vergänglichkeit des menschlichen Lebens. Doch was ist das Besondere an dieser?

Mondnacht - Joseph von Eichendorff
Manche Gedichte sind so schön, dass man sie eigentlich gar nicht interpretieren möchte. Und doch hab ich es getan.

Oft denk’ ich, sie sind nur ausgegangen ... - Friedrich Rückert
Ein aufgrund seiner Einfachheit erstaunliches Gedicht, dem die Interpretation nicht viel mehr als Bewunderung zufügen kann.

Schwüle - Conrad Ferdinand Meyer
Am Rande des Zusammenbruch sind hier weder Dichter noch Interpret, sondern nur das lyrische Ich. Aber das kann ja auch sehr spannend sein.

Sehnsucht - Joseph von Eichendorff
Ein Gedicht mit den typisch romantischen Ingredienzen Nacht und Reisen, wobei ich am Schluss etwa Ironie entdecke.

Septembermorgen - Eduard Mörike
Ein Klassiker und doch: Der entscheidende Reim ist unrein. Was sagt die Interpretation dazu?

Sommerbild - Friedrich Hebbel
Das Sommerbild erscheint in der Interpretation als Abbild der inneren Wirklichkeit. Trotzdem ergibt sich eine interessante Perspektive auf den Sommer.

Stiller Augenblick - Gottfried Keller
Einen Augenblick völliger Klarheit beschreibt der Dichter in diesem Herbstgedicht.

Über Vergänglichkeit - Hugo von Hofmannsthal
Das im Barock und später oft verarbeitete Thema wird in der Interpretation um eine moderne Komponente ergänzt: Die Entfremdung.

Vereinsamt - Friedrich Nietzsche
Der Philosoph als Dichter bei einer Abrechnung mit sich selbst? So könnte man das Gedicht verstehen.

Vergänglichkeit der Schönheit - Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau
Geht es in diesem Gedicht wirklich um Vergänglichkeit? Die Interpretation zeigt hier einen doppelten Boden mit Falltür.

Vorfrühling - Hugo von Hofmannsthal
Dieses Frühlingsgedicht war dem Dichter selbst wichtig. Warum? Das soll die Interpretation klären.

Weihnachten - Joseph von Eichendorff
Ein Kommentar zu „Weihnachten allein oder mit der Familie“ könnte dieses Gedicht sein.

Weltende - Jakob van Hoddis
Das vielleicht berühmteste Gedicht aus dem Expressionismus lässt sich durchaus sehr aktuell interpretieren.

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren ... - Novalis
Eines der Schlüsselgedichte der frühromantischen Zeit. Die Interpretation ist recht kurz, wird aber um ein längeres erläuterndes Zitat von August Wilhelm Schlegel ergänzt.

Willkommen und Abschied - Johann Wolfgang von Goethe
Dieses Gedicht gilt als frühes Beispiel für die Erlebnislyrik. Die Interpretation verdeutlicht die besonderen Merkmale dieser heute allgegenwärtigen Form.

Winternacht - Gottfried Keller
Als Wintergedicht mit psychologischem Einschlag entpuppt sich dieser Text in der Interpretation.

Winternacht - Nikolaus Lenau
Manchmal sind Kleinigkeiten beim Interpretieren besonders wichtig, so wie in diesem Gedicht das Kadenzschema.

Wünschelrute - Joseph von Eichendorff
Je kürzer das Gedicht, desto länger die Analyse! Diese Aussage mag keine Allgemeingültigkeit haben, doch hier ist sie das Zauberwort.

Zwei Segel - Conrad Ferdinand Meyer
Worum geht es eigentlich in diesem Gedicht? Um zwei Segel? Und wenn nicht, um was dann? Viele Fragen und antworten soll die Interpretation.