Unterm Lyrikmond

Gedichte lesen und hören, schreiben und interpretieren

Witzige Gedichte 2

Früher war auch witzig, nicht nur besser. Man sollte nicht dem Vorurteil verfallen, dass Gedichte des 19. Jahrhunderts und noch früher einen etwas altbackenen Humor mitbrächten. Vielleicht mag die Sprache manchmal etwas altertümlich sein, aber Pointen mit einer Haltbarkeit von Jahrhunderten sind mit Sicherheit niemals altbacken, sondern stets frisch.

 

Vorsicht, frei laufende Pointe

Diesem Gedicht kommt harmlos daher. Bis Zeile sieben ist alles heitschi bumbeitschi, doch vor Zeile acht nehme man sich in acht.

Glaßbrenner: Zwei Wünsche

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Ein bekanntes Morgenstern-Gedicht

Man könnte fast sagen: Diese Pointe ist weltbekannt. Und wer es bisher nicht wusste, woher der Ausdruck am Schluss stammt, der weiß es jetzt.

Morgenstern: Die unmögliche Tatsache

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Ein witziges Gedicht von Wilhelm Busch

Die Sorte Mann, die Wilhelm Busch hier beschreibt, ist auch heute längst nicht ausgestorben. Es gibt sogar eine Berufsbezeichnung dafür: Politiker.

Busch: Wirklich, er war unentbehrlich ...

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Der Mann als Witz

Ein Gedicht aus der Abteilung Herrenwitze, also unter der Gürtellinie angesiedelt, die bei manch altem Herrn recht tief zu hängen pflegt.

Riederer: Als einst ein alter Herr ...

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Und noch ein Mann als Witz

Auch im 18. Jahrhundert konnte der Humor im Gedicht recht fies und tiefgelegt unter der Gürtellinie sein:

Bürger: Der empfindsame Ehemann

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Philosophischer Witz

Wer sich in die Tiefen der Philosophie begibt, scheint in flachen Gewässern zu planschen, dürfte in etwa die Lehre der folgenden Gedichtpointe sein.

Blumenthal: Zur Physiognomik

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Herrenwitz

Ein Herrenwitz der etwas anderen Art liefert dieses Gedicht, das sich erst etwas biedermeierlich anschleicht, bevor es den hohen Herren seine Pointe einschenkt.

Weiße: Die Zufriedenheit

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