Unterm Lyrikmond

Gedichte lesen und hören, schreiben und interpretieren

Gedichte von Liebe und Tod 2

Die Konstellation Liebe und Tod ist eines der Urthemen der Literatur und daher auch in Gedichten aus aller Welt vertreten. Auf dieser Seite sind Gedichte über Liebe und Tod bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts versammelt. Neuere Gedichte finden Sie auf Seite 1 dieses Themas.

 

Liebe, Tod und Friedhof

Ganz passend auf dem Friedhof – oder Kirchhof, wie man früher sagte – beginnt die Reihe der Gedichte von Liebe und Tod. Mehr über dieses Gedicht zu sagen, hieße den Lesegenuss schmälern.

Hebbel: Süße Täuschung

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Trauergedicht um eine Liebe

Wie der Titel schon sagt, geht es in diesem Gedicht von Liebe und Tod schlicht um die Trauer.

Cornelius: Trauer

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Beerdigungsgedicht

Ein merkwürdiges Gedicht über die Beerdigung einer Liebsten. Zu Anfang scheint das lyrische Ich noch nicht so richtig den Ton zu finden, was vielleicht auch an dem „Rummel“ liegt, den so ein Begräbnis auslöst, wie in Strophe drei beschrieben.

Heinrich Leuthold · 1827-1874

Auf eine Tote

Ha! dieser Reize reicher Überfluss
ist schon so frühe in den Staub gesunken!
Es hat der kalte Tod mit seinem Kuss
schon deiner Seele heißen Wein getrunken!

Noch ein Mal seh’ ich diesen Körper an,
halb voll Bewunderung, halb voll stummer Rührung,
den die Natur verschwenderisch angetan
mit jeder Schönheit weiblicher Verführung.

Die Welt tritt zischelnd an den Totenschrein
und wirft, gebläht von stummem Eigenruhme,
herzlos auf die Gefallne Stein um Stein,
verhöhnend die so früh geknickte Blume.

Ich aber starr’ auf diesen Tempel hin,
der, lang entweiht, verfallen der Vernichtung;
und um den Leib der schönen Sünderin
werf’ ich den Purpurmantel meiner Dichtung.

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Trost und Stärke

Kann man aus dem Tod eines geliebten Menschen eine neue Stärke beziehen? Man kann, wie das folgende Gedicht zeigt:

Hartmann: Seit sie gestorben

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Leben, lieben und der Tod

Lieben statt Klagen ist die Empfehlung des Romantikers Brentano zum Thema Liebe und Tod.

Brentano: Die Klage, sie wecket ...

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Ein Gedicht über Liebe und Tod aus Persien

Friedrich Rückert hat sich eines alten persischen Dichters angenommen, der einige auch heute noch erhellende Worte zum Thema Tod und Liebe und ihre Gemeinsamkeiten zu sagen hat.

Rumi: Wohl endet Tod des Lebens Not ...

Übertragen aus dem Persischen von Friedrich Rückert

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Ein eher symbolischer Tod

Dieses Gedicht verschreibt sich ganz der Liebe und nutzt das Todesthema nur, um die Liebe höher zu preisen.

Uhland: Seliger Tod

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Kommentar:
Wie viele Reime gibt es in diesem Gedicht? Erstaunlicherweise gar keinen. Reimsilben beginnen entweder mit einer betonten Silbe oder bei einsilbigen Reimen sind sie betont. In diesem Gedicht jedoch wird immer die vorletzte Silbe betont, nicht die „ich“-Silbe. Dass das Gedicht trotzdem „klingt“, liegt am immer gleichen Vokal „a“ in der vorletzten Silbe. So eine Konstruktionen, bei der nur der Vokal der betonten Silbe Gleichklang erzeugt, nennt man Assonanz.

 

Ein Gedicht von Liebe und Tod aus Frankreich

Einen bilderreichen, spielerischen Umgang mit dem Thema Liebe und Tod zeigt Baudelaire im folgenden Gedicht.

Charles Baudelaire · 1821-1867

Der Tod der Liebenden

Wir werden dufterfüllte Betten haben
Und Lagerstätten, wie das Grab so tief,
Und seltne Blumen blühen uns zu laben,
Die fremder Himmelsstrich ins Leben rief.

Und unsre Herzen werden Fackeln sein,
Die in dem letzten leuchtenden Verschwenden
Der Flammen doppelt hellen Widerschein
Zum Doppelspiegel unsrer Geister senden.

Am Abend, wenn wir abschiedschaudernd beben,
Die Erde ganz in blauem Lichte ruht –
Da tauschen wir den allerletzten Strahl.

Dann aber tritt ein Engel in den Saal,
Die blinden Spiegel und die tote Glut
Aufs neue, wunderherrlich zu beleben.

(Aus dem Französischen übertragen von Heinrich Horvát)

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Kommentar:
Das französische Original und einige englische Übertragungen gibt es bei fleursdumal.org. Alternative Übertragungen ins Deutsche haben Gutenberg (Terese Robinson) und Zeno.org (Wolf von Kalckreuth).

 

Liebe und Tod im Barock

Ein Klassiker aus dem Barock zum Thema Liebe und Tod ist dieses Gedicht. Der Dichter macht sich Gedanken über die vergängliche Schönheit und hat doch am Schluss scheinbar ein gewaltiges Kompliment parat.

Hoffmannswaldau: Vergänglichkeit der Schönheit

Dieses Gedicht im TextformatZur Interpretation des Gedichts Vergänglichkeit der SchönheitGedicht per E-Mail versenden

 

Liebe und Tod im Barock II

Keine Scheu vor dem Tod hat in diesem Gedicht der Liebende und erinnert daran, dass man im Angesicht des Todes nicht schnell genug mit der Liebe beginnen kann.

Günther: Als er Phillis einen Ring mit einem Totenkopf überreichte

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Liebe und Tod im Barock III

Mit Leben und Tod im übertragenen Sinne hantiert dieser barocke Dichter und verdeutlicht die Extreme durch die Beschränkung auf nur zwei Reime.

Weckherlin: Die Lieb ist Leben und Tod

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