Unterm Lyrikmond

Gedichte lesen und hören, schreiben und interpretieren

Ältere Trennungsgedichte

Wo die Liebe ist, da ist die Trennung nicht weit, auch wenn man lieber nicht dran denkt. Doch die Dichter der vergangenen Jahrhunderte hatten keine Wahl: Gerade Trennungen sind doch Stoff für besonders gefühlsbetonte Gedichte und Gefühle spielten in der Lyrik der Vergangenheit eine große Rolle.

 

Trennungsschmerz bei einer Frau

Zuerst die weibliche Seite des Trennungsschmerzes: Bei Karoline von Günderrode kann man annehmen, dass das wahre Leben den Hintergrund für dieses Gedicht geliefert hat, denn bei ihrem Tod von eigener Hand spielte eine gescheiterte Liebe eine Rolle.

Günderrode: Die eine Klage

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Kurzes Trennungsgedicht

Die männliche Sicht des Trennungsschmerzes beginnt mit noch leichter Kost: kurz und schmerzhaft.

Mörike: Lebe wohl

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Trennungsgedicht der Romantik

Dieses Gedicht ist einer der romantischen Klassiker zum Thema Trennungsschmerz. Viele Leser werden sich in den Wünschen, nun das ganze Leben umzukrempeln, wiedererkannt haben.

Eichendorff: Das zerbrochene Ringlein

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Noch mal Trennungsschmerz in der Romantik

Gleich ans Grab denkt in diesem Trennungsgedicht aus romantischen Zeiten das lyrische Ich, hat aber mit den „Blümlein“ noch einen Joker in Reserve.

Müller: Trockne Blumen

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Kommentar:
Das Gedicht stammt aus dem Gedichtzyklus Die schöne Müllerin, den Franz Schubert eindrucksvoll vertont hat. Die Interpretation von „Trockne Blumen“ des Tenors Michael Schade lässt sich auf Youtube anhören.

 

Noch mehr Trennungsschmerz in der Romantik

Leiden in Schweigen ist der Tenor dieses Gedichtes. Das „Mohrenkind“ scheint mir eine romantische Übertreibung des Themas Dunkelheit zu sein.

Brentano: Wenn die Sonne weggegangen ...

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Abschied und Willkommen

Mit sehr ungleichgewichtigen Zeilen versucht hier der Dichter den Trennungsschmerz und innere Zerrissenheit auch formal deutlich zu machen.

Lenz: Wo bist du itzt, mein unvergesslich Mädchen ...

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Die nicht überwundene Trennung

Reimlos beschreibt Mörike Trennung und die Leidenszeit danach. Der Unterschied zu den anderen Gedichten ist die Frage: Was geschähe, wenn die Geliebte zurückkommt?

Mörike: Ein Irrsal kam in die Mondscheingärten ...

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Schöner leiden

Auch das gibt es: Das Suhlen im eigenen Lied, die Sucht nach Schmerz und Trauer.

Schwab: Nachruf

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Rekapitulation und Kapitulation

Viel hilft es auch nicht, zu wissen, dass man Mist gebaut hat. Aber immerhin: Selbsterkenntnis gilt als erster Schritt zur Besserung.

Prutz: Reue

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Kommentar:
Die Furien und Orest: Erstere sind Rachegöttinnen. Orest, eigentlich Orestes, ist ein Muttermörder in der griechischen Mythologie, der von den Furien gehetzt wird.

 

Nachwirkungen einer schmerzlichen Trennung

Das älteste Gedicht über Trennungsschmerz auf dieser Seite bemüht sich auch, über den ungleichgewichtigen Strophenbau und ein ungewöhnliches Reimschema Akzente zu setzen.

Hoffmannswaldau: Wo sind die Stunden ...

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Gedanken nach der Trennung

In diesem Trennungsgedicht wird vorgeführt, wie man am Spieß über kleiner Flamme röstet, wenn man denkt, was man glaubt, was ein anderer denkt.

Storm: Weiße Rosen

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Die Einsamkeit danach

Im seltenen Elf-Zeilen-Strophenformat beginnt dieses Gedicht über die Einsamkeit und Entfremdung vom Leben nach einer Trennung. Da ist der Gedanke an den Tod nicht fern und dabei zerfällt dann auch der imposante Elfzeiler.

Raimund: Ob man anders mich als einsam sieht

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