Unterm Lyrikmond

Gedichte lesen und hören, schreiben und interpretieren

Adventsgedichte

Advent ist traditionell die Zeit, um bis vier zu zählen und dabei mit Kerzenlicht eine feierliche Stimmung zu erzeugen. Ähnlich entspannt wie die Adventszeit jenseits der Geschäftszeiten sind auch die Gedichte zum Advent auf dieser Seite.

 

Ein Adventsgedicht von Rilke

Die manchmal aufkommende Vorweihnachtsstimmung beschreibt Rilke in diesem Gedicht zum Advent.

Rilke: Es gibt so wunderweiße Nächte ...

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Noch ein Adventsgedicht von Rilke

Bei diesem Rilke-Gedicht zum Advent geht es um die Lage der Tannen in der Vorweihnachtszeit.

Rilke: Advent

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Ein Adventsgedicht mit viel Licht

Dass aus kleinen Lichtern große werden können, schildert dieses Adventsgedicht. Doch die Feuerwehr muss niemand rufen.

Emanuel Mireau · geb. 1974

Licht für die Welt

Beginnt die kalte, dunkle Jahreszeit,
so macht fürs Wunder euch bereit,
und zündet auf dem Kranze an die Kerzen.
Die erste, zweite, dritte – alle vier,
dann endlich ist das Christkind wieder hier,
und es wird Licht in allen Menschenherzen.

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Unhörbarer Advent

Von den kleinen Lichtern zu den großen Lichter wieder zurück geht die Reise in diesem Adventsgedicht, um dann mit einem Fazit über das Unhörbare zu schließen.

Emanuel Mireau · geb. 1974

Adventsstimmung

In allen Häusern leuchten Kerzen durch die Fenster,
als ob sie spiegelten das Sternenbild der Nacht.
Es ist die Zeit der Sehnsucht nach den schönen Dingen,
die Zeit, in der die Kinder alte Lieder singen
und heimlich kommt der Schnee ganz still und sacht.
Er kommt wie einer, der nicht weiß, ob er gefällt,
doch wenn man lauscht und schaut in jene lichten Fenster:
Das Unhörbare ist, was den Menschen hier erhält.

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Kinder im Advent

Advent heißt warten auf den großen Tag, auf den einen Abend. Da Kinder nicht die Geduldigsten sind, greift der Dichter hier zu einer Traumlösung.

Karl Röttger · 1877-1942

Advent

Wieder sieht man in den frühen
Abenden die Lichter blühen
Straßenhin ... Und wieder funkeln
Bunte Wunder in das Dunkel.

Wieder träumt viel Kinderhoffen
Vor den Fenstern ... Leise Stimmen
Flüstern; in der Dämm’rung glimmen
Augen groß ... und sehn den Himmel offen.

Sel’gen Kinderglücks. Voll Warten sind die Tage
Und die Abende vorm Schlafengehn –
Wohl im Schlaf und Traum der Nächt sehn
Sie erfüllt schon ihres Sehnens Frage;

Schon erfüllt im Traum des Traums Verlangen,
Sehen: wie das Wunder schon geschah –
Christkind kommt weiß durch die Nacht gegangen
Und – ist da ...

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