Unterm Lyrikmond

Gedichte lesen und hören, schreiben und interpretieren

Besinnliche Weihnachtsgedichte

Besinnlich und Weihnachten gehören zusammen, auch wenn das immer mal wieder in Vergessenheit gerät ob des vorweihnachtlichen Einkaufsstresses. Die besinnlichen Weihnachtsgedichte dieser Seite sollen etwas zurückbringen von der einzigartigen Weihnachtsstimmung zwischen Kerzenschein und Tannenbaum.

 

Ein besinnliches Weihnachtsgedicht von Eichendorff

Weihnachten aus der Außenperspektive bietet dieses Weihnachtsgedicht. Gerade wenn die ganze Welt zu Hause sitzt und Weihnachten feiert, ergibt sich im Freien eine eigenartige, besinnliche Stimmung.

Eichendorff: Weihnachten

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Ein besinnliches Weihnachtsgedicht von Theodor Storm

Die Rückbesinnung auf das kindliche Erleben der Weihnachtszeit ist hier das Thema.

Storm: Weihnachtslied

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Ein besinnliches Weihnachtsgedicht von Ringelnatz

Auch der lustige Herr Ringelnatz kann sich dem besinnlichen Weihnachtsfest nicht entziehen.

Ringelnatz: Weihnachten

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Besinnlichkeit am Weihnachtsbaum

In aller Besinnlichkeit wird in diesem Gedicht erklärt, wie die Lichter an den Baum kommen. Besonders wichtig scheint Geduld zu sein, die gerade zu Weihnachten Kindern schwer zu vermitteln ist.

Kletke: Weihnachten

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Besinnliches an der Krippe

Die Kirche kommt Weihnachten ebenfalls zu ihrem Recht. Max Dauthendey schildert die besinnliche Stimmung an der Krippe.

Dauthendey: Weihnachten

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Ein besinnliches Gedicht über die heilige Nacht

Ferdinand von Saar erinnert an die christlichen Wurzeln der heiligen Nacht, die selbst im Griesgrämigsten noch eine wunde Stelle anrührt.

Saar: Christnacht

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Mensch sein zu Weihnachten

Nicht nur zur Weihnachtszeit sollte man sich darauf besinnen, Mensch zu sein und zu bleiben im positiven Sinne des Wortes. Daran erinnert das folgende Weihnachtslied:

Dyrk Schreiber · geb. 1954

Menschen, weil sie Menschen sind

Menschen, weil sie Menschen sind,
nehmen sich ein Herzleid ab:
Wunden kühlen, Trauer fühlen,
bei dir weilen, Seelen heilen!
Du, das macht ein Menschenkind,
weil es sich als Mensch besinnt!

Menschen, weil sie Menschen sind,
geben Herzensfreude ab:
Auf die Schlitten Fremde bitten,
sie beschenken im Gedenken,
dass wir alle Menschen sind,
du und ich und noch ein Kind!

Menschen, in der Weihnacht sind,
fangen eine Botschaft ab:
Stiftet Frieden und hernieden
machet, dass man freier lachet!
Gut im Tun, zur Hilfe seid
alle Tag’ lang ihr bereit!

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Ein besinnlicher Gedanke zu Weihnachten

Nur ein einziger Gedanke ist in diesem Gedicht formuliert, doch mehr braucht Weihnachten nicht.

Emanuel Mireau · geb. 1974

Allen Menschen Wohlgefallen

Ach, wenn vom Fest der Liebe
nur eines übrig bliebe,
nur dieser eine Gedanke,
dass Teilen und Verschenken,
an andere zu denken
viel schöner ist
als alles auf der Welt,
dann wäre Weihnachten ein Fest,
das allen Menschen wohlgefällt.

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Weiße Weihnachten

Beobachtet man fallenden Schnee, stellt sich die Besinnlichkeit zu Weihnachten ganz von selbst ein.

Richard von Schaukal · 1874-1942

Weihnachtsschnee

Das ist der alte Weihnachtsschnee
aus meiner Kinderzeit:
er liegt so weich, als hätt’ es Weh,
gelindes Weh geschneit.

Du wunderweiße weite Welt,
wie füllst du dich mit Ruh:
der langsam auf dich niederfällt,
der Himmel deckt dich zu!

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Weihnachten resignativ

Im folgenden Gedicht ist die Stimmung zwar auch besinnlich, aber das lyrische Ich besinnt sich auf Vergänglichkeit und Tod.

Ferdinand von Saar · 1833-1906

Keine Weihnachten

Einsamkeit und tiefes Schweigen
Herrscht in meines Zimmers Raum,
Und mit mit zweiundsiebzig Zweigen
Steht vor mir ein Weihnachtsbaum.

Dran in fahlem Scheine zittert
Der Erinn’rung bunter Tand:
Hohle Nüsse, überflittert,
Wie ich sie im Leben fand.

Farb’ge Bänder, Liebespfänder
Mit schon längst verblichnem Glanz,
Und dabei – wie dürr die Ränder! –
Ein verjährter Lorbeerkranz.

Und als trübe Lichter schwelen
All die Leiden, die ich litt –
Tod, Erlöser müder Seelen,
Schon vernehm’ ich deinen Tritt.

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Mehr Besinnlichkeit, ganz ohne Weihnachten, finden Sie unter dem Thema Besinnliche Gedichte.