Unterm Lyrikmond

Gedichte lesen und hören, schreiben und interpretieren

Weihnachtsgedichte für Kinder

Die Weihnachtszeit ist eine der großen Mysterien der Kindheit, zumindest so lange bis man verstanden hat, warum die ganze Welt vor Weihnachten durch die Innenstädte läuft. Trotzdem hat Weihnachten für Kinder oft noch etwas von heiler Welt, und die Geschenke sind ja auch nicht zu verachten. Die Weihnachtsgedichte auf dieser Seite sind zum Vorlesen gedacht. Wer Kinder Gedichte auswendig lernen lässt, sollte zur Strafe Ungarisch lernen müssen.

 

Gedicht vom Christkind

Die sonst nicht sehr bekannte Dichterin Anna Ritter hat sich mit diesem Weihnachtsgedicht für Kinder unsterblich gemacht.

Ritter: Vom Christkind

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Noch mal das Christkind

Alle Zutaten der Weihnachtszeit sind in diesem Weihnachtsgedicht für Kinder versammelt: Stille, Glockenklang, Dunkelheit, Licht, Schnee, Tannen und – das Christkind.

Engelbert Albrecht · 1836-1898

Hört ihr’s nicht ...

Hört ihr’s nicht, wie die Glocken schallen
Fern im winterstillen Wald?
Seht ihr nicht durch Tannendunkel
Wandeln eine Lichtgestalt?

Wenn die weißen Flocken fallen,
Sternbesät erglänzt der Wald:
Mit der Wintersonnenwende,
Kinder, kommt das Christkind bald.

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Ein Weihnachtsgedicht von Theodor Storm

Die ersten zwei Zeilen von Storms Weihnachtsgedicht haben fast schon Kultcharakter. Selbst wer nie etwas mit Gedichten zu tun hat, kennt sie.

Storm: Knecht Ruprecht

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Ein Weihnachtslied für Kinder

Ein Klassiker unter den Weihnachtsliedern ist dieses Gedicht von einem ziemlich unbekannten Dichter.

Ebel: Weihnachtsgruß (Leise rieselt der Schnee ...)

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Konkurrenz für den Weihnachtsmann

Geahnt hat man es als Kind schon immer: Irgendwas stimmt an der Geschichte mit dem Weihnachtsmann nicht. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass der Weihnachtsmann nicht zimperlich ist, wenn es um die Konkurrenz geht.

Hans Retep · geb. 1956

Der Gipfel zu Weihnachten

Hä! Hä! Hä! Hier ist der Weihnachtsgraus
Mit seinem Partner, dem Kater Maus
Wir schleichen, schleichen durch die Nacht
Oh, Kinder, bloß jetzt nicht aufgewacht
Denn morgen, morgen da gibt es was
Gesägte Ohren und Kopf ins Fass

Mist!
Die Konkurrenz
Das wird kein Fun
Knecht Ruprecht und
Der Weihnachtsmann
Wir ziehen,
Doch sie sind schneller
Mit ihrem super-duper Magie-Propeller
Da liegen wir
Sind nur noch Schnipsel
Fest der Liebe?
Das ist der Gipfel!

Doch wartet nur bis zum nächsten Jahr
Dann kommen wir wieder ganz und gar
Oh fürchtet euch vor dem Weihnachtsgraus
Und seinem Partner, dem Kater Maus

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Ein Weihnachtsgedicht für liebe und böse Kinder

Was passiert, wenn Weihnachten aus dem Ruder läuft, das kann man zur steten Mahnung hier nachlesen. Für märchengestählte Kindernerven sollte der Text kein Problem sein.

Hans Retep · geb. 1956

Weihnachtssingsang, Höllentor-Version

Die lieben Kinder:
Lieber, guter Weihnachtsmann,
komm zu uns nach Hause.
Bringst du viel Geschenke, dann
kriegst du auch ’ne Brause.

Die bösen Kinder:
Dicker, alter Weihnachtsmann,
das weiß jede Flocke:
Kommst du ohn’ Geschenke an,
gibt’s was auf die Glocke.

Der Weihnachtsmann:
Liebe, gute Kinderlein,
was soll’n diese Flausen?
Gaben gibt’s für Groß und Klein,
auch für die Banausen.

Die lieben Kinder:
Lieber, guter Weihnachtsmann,
nichts schenk diesen Schweinchen.
Laufen sie vorüber, dann
stell’n wir ihnen Beinchen.

Die bösen Kinder:
Dicker, alter Weihnachtsmann,
nun ist es bewiesen:
Schaut die Lieben keiner an,
werden sie zu Fiesen.

Die lieben Kinder:
Lieber, guter Weihnachtsmann,
hör nicht auf die Bösen.
Sind wir erst mal größer, dann
komm’ wir sie erlösen.

Die bösen Kinder:
Dicker, alter Weihnachtsmann,
hör nicht auf die Lieben,
Sind wir erst mal größer, dann
wird ihr Hirn zerstieben.

Knecht Ruprecht:
Dumme, blöde Kinderlein,
ihr seid Ungeheuer.
Wegen all der Schweinerei’n
werf ich euch ins Feuer.

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