Unterm Lyrikmond

Gedichte lesen und hören, schreiben und interpretieren

Weihnachtsgedichte zum Nachdenken

Auch an Weihnachten ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Wer es gewohnt ist, etwas tiefer unter die Oberfläche zu schauen, wird Nachdenkenswertes finden. Einige Dichter gehen auf dieser Seite mit gutem Beispiel, sprich gutem Gedicht, voran.

 

Nachdenkliches über Maria und Josef

Ludwig Thoma erinnert an die Geschichte um die Jesus-Geburt und dass es eine Arme-Leute-Geschichte war. Mit ein bisschen Nachdenken kommt man sicher drauf, wie es Maria und Josef heutzutage ergangen wäre.

Thoma: Heilige Nacht

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Über die Ursprünge

Auch Clara Müller-Jahnke erinnert ans Original und sieht seitdem nicht sehr viel Fortschritt. Weihnachtslichter sind eben kein Ersatz für eine Erleuchtung der Menschheit.

Müller-Jahnke: Weihe-Nacht

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Christliches Weihnachtsgedicht

Ganz unbefangen im Glauben verhaftet preist dieses Gedicht das Weihnachtsfest. Warum das heute nicht mehr geht, darüber könnte man ja mal nachdenken.

Schenkendorf: Weihnachtslied

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Nachdenken über Kommerznachten

Unverkaufte Weihnachtsbäume sind das Thema dieses Gedichts. Etwas nachdenklich könnte man es aber auch auf unverkaufte Weihnachtsgänse und überhaupt den ganzen „Müll“, der vom Feste übrig bleibt, ausweiten.

Salus: Christabend

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Weihnachtssingen

Ein bisschen grübelnd kommt dieses Weihnachtsgedicht daher, obwohl der Anlass – Kinder, die ein Weihnachtslied singen – doch eigentlich für eine frohe Stimmung sorgen sollte.

Karl Röttger · 1877-1942

Das andere Weihnachtslied

Jetzt geht ein Wandrer wohl im weißen Schnee –
Singt ihr und übersingt die ganze Welt,
Ihr Kinder singt und übersingt das Weh
Der ganzen Welt.

Es bleibt so vieles heut noch unerfüllt,
Es ist wohl Weisheit not,
Dass sie den Becher aller Armut füllt,
Dass sie die Nacktheit der Enttäuschung hüllt –
Weisheit ist not.

Der Suchenden und Sorgenden sind viel
Auch diese süße Nacht.
So singt das süße Lied vom letzten Ziel,
So singt vom Stern, der aus dem Himmel fiel, –
Singt von der Tür, die aufgemacht,
Die aller Heimkehr, Armut, Inbrunst offen steht,
Das weise Lied, ihr Frohen singt:
Dem Wandernden, der einsam geht
Im weißen Schnee; dem Weinen, das verweht
Aus vielen Munden. Über die Welt hin singt,
Bis alle Welt weiß, dass ein Hauch hergeht,
Der hinter Sternen fernher Gott vom Munde dringt.

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Bilanz zu Weihnachten

Bei all dem Weihnachtstrubel noch mal über sein Leben nachzudenken, dafür plädiert dieses Fontane-Weihnachtsgedicht.

Fontane: Zum 24. Dezember

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