Unterm Lyrikmond

Gedichte lesen und hören, schreiben und interpretieren

Kriegsgedichte 2

Krieg ist keine Erfindung der Neuzeit, nur die Vernichtungsmacht hat sich potenziert. Daher findet man auch in den vergangenen Jahrhunderten Gedichte über den Krieg, in denen Dichter ihre Stimme gegen diesen Wahnsinn erheben. Auf dieser Seite gibt es eine kleine Auswahl von Kriegsgedichten seit dem Barock bis ins 19. Jahrhundert.

 

Der ewige Kreislauf

Vor fast 400 Jahren stellte Friedrich von Logau die absolute Nutzlosigkeit des Krieges in einem seiner Sinnsprüche fest. Aber wie das so oft ist: Das Einfache ist am schwersten zu verstehen.

Logau: Krieg und Friede

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Ein Gedicht über den dreißigjährigen Krieg

Der dreißigjährige Krieg war für einige barocke Dichter eine prägende Erfahrung. Dies ist eines der berühmtesten Gedichte über den Krieg aus jener Zeit.

Gryphius: Tränen des Vaterlandes, Anno 1636

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Ein Anti-Kriegslied

Ein Plädoyer gegen den Krieg zu einer Zeit, als dieser ein beliebtes Mittel der Politik von Monarchen war, ist dieses Gedicht von Claudius.

Claudius: Kriegslied

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Prophezeiung

Was eigentlich ein Kriegsgedicht aus dem Dreißigjährigen Krieg ist, liest sich wie eine Prophezeiung des Zweiten Weltkriegs.

Friedrich von Logau · 1605-1655

Das tausendjährige Reich

Tausend goldne Jahre werden von den Propheten itzt versprochen.
Wie es scheinet, sind die nahe; denn dergleichen Gold zu kochen,
Hat der Krieg bereits zu Kohlen Städt’ und Dörfer abgebrochen.

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Ein Gedicht über Leipzig 1813

Die berühmte Völkerschlacht zu Leipzig 1813 wird in diesem Gedicht von ganz unten betrachtet als das, was sie war: ein blutiges Gemetzel.

Chamisso: Der Invalid im Irrenhaus

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Ein vereinnahmtes Kriegsgedicht

Dieses Gedicht über den Krieg wird gerne auch von Kriegern zitiert, was zeigt, dass Krieger nicht gut im Lesen sind. Der Tod schlägt lapidar und beliebig zu. Die Kameradschaft ist nur eine der Worte, nicht der Taten, wie die letzten Strophe zeigt.

Uhland: Der gute Kamerad

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Nachruf

Ein sehr bewegendes Dokument aus dem Dreißigjährigen Krieg ist das Gedicht von Andreas Gryphius. Auch in diesem Krieg starben nicht nur Soldaten.

Gryphius: Grabschrifft Marianæ Gryphiæ seines Brudern Pauli Töchterlein

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