Unterm Lyrikmond

Gedichte lesen und hören, schreiben und interpretieren

Gedichte über das Meer

Heutzutage ist wohl der erste Gedanke ans Meer: Urlaub. Auch das ist Thema in den Gedichten über das Meer, doch die Bandbreite reicht bis zu den stürmischen Seiten des Meeres, die manches Schicksal gewendet haben, und nicht alle Schiffbrüchigen landeten auf einer paradiesischen einsamen Insel.

 

Gedicht über Urlaub am Meer

Zuerst ein bisschen Urlaub. Das Alter des Gedichtes erkennt man daran, dass man damals noch am Meer spazierte. Heute reicht der Gehweg meist nur noch bis zum Strandlaken.

Dehmel: Klarer Tag

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Gedicht über einen Strandspaziergang

Einen Spaziergang am Meer bietet dies Gedicht, allerdings mit geringfügigen Nebenwirkungen.

Dauthendey: Wir gehen am Meer im tiefen Sand

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Meer-Ruhe

Was dem einen der Sternenhimmel, ist dem anderen das Meer: Ein Anblick, der beruhigt.

Meißner: Abend am Meere

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Die Stimme des Meeres

In diesem Gedicht spricht das Meer selbst. Klabund hat zugehört und die Rede aufgeschrieben.

Klabund: Das Meer

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Kommentar:
Das Gedicht stammt aus dem Gedichtband Harfenjule (bei Gutenberg komplett online). Dort wurden die Gedichte in der Originalveröffentlichung ohne Versstruktur gesetzt. Jede Strophe war einfach ein Fließtext in einem Absatz. Ich habe zur Verdeutlichung der Reimstruktur eine Verseinteilung vorgenommen. Das ist von den Herausgebern Klabundscher Gedichte ebenso gehandhabt worden. Im Prinzip ist durch die Veröffentlichung als Fließtext jeder Leser eingeladen, sein eigene Versstruktur des Gedichtes anzulegen.

 

Ein Gedicht über das Meer von Theodor Storm

Und hier schreibt einer der wenigen Meeranwohner unter den Dichtern ein paar Worte über das Meer und vieles mehr.

Storm: Meeresstrand

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Unwetter am Meer

Am Rande des Kitsches balanciert dieses Gedicht durch die Vermenschlichung der Natur. Doch bietet es eine sehr eigentümliche Darstellung eines Unwetters am Meer, die vielleicht dem Anblick einer nahenden Gewitterfront am Strand sogar eine komische Note gibt.

Lenau: Sturmesmythe

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Gedicht über einen Meeressturm

In freien Versen versucht Rolf Wolfgang Martens in diesem Gedicht einem Sturm durch Sprache gerecht zu werden. Dazu wird vor allem die Lautgleichheit bei Wortanfängen genutzt, Alliteration genannt.

Rolf Wolfgang Martens · 1868-1928

Sturm ...

Sturm!

Über das schwarzblaue Meer,
mit weißen Kämmen,
bäumen sich seine Drachen.

Wie sie sich werfen!

Wütend!

Wasserberge
taumeln, tanzen,
türmen sich in den Himmel,
zerschellen zu Schlünden.

Ich kann mich nicht losreißen
von soviel Schönheit
und Kraft!

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Gedicht über das Schicksalsmeer

Julius Rodenberg betrachtet die dunkle Seite des Meeres in seinem Gedicht: das Meer als Schicksalsmacht.

Rodenberg: Unter den Wassern

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Ein Gedicht über das Meer von Gottfried Keller

Das Meer als Waffe gebraucht, so lautet das Gedankenspiel des Dichters in diesem Gedicht.

Keller: Meergedanken

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